Da? der Tod in modernen Gesellschaften verdr?ngt wird, geh?rt zu den scheinbar sicheren Wissensbest?nden des alltagsweltlichen common-sense. Hauptziel der Untersuchung ist, mit gesellschaftstheoretischen Mitteln dieses vermeintlich sichere Urteil auf seinen Gehalt kritisch zu ?berpr?fen. Nach einer erkenntnistheoretischen und geistesgeschichtlichen Hinf?hrung zum Thema bekommt die Formulierung einer sozialwissenschaftlich fundierten Theorie der Todesverdr?ngung, die die ?blichen kulturkritischen Folien einer totalisierenden Vernunft- und Modernit?tskritik vermeidet, einen zentralen Stellenwert. Die in einem letzten gr??eren Gedankenschritt formulierten ?berwindungsversuche moderner Todesverdr?ngung beziehen die Kriterien ihrer Kritik aus den Kategorien der Moderne selbst und nicht von einem extramundanen Standpunkt her.I. Teil: Erkenntnistheorie des Todesbewu?tseins.- 1. Erkenntnistheoretische Vor?berlegungen.- 2. Die intuitive Todesgewi?heit.- a) Todesbewu?tsein und empirische Erfahrung.- b) Immanenz des Todes und Erlebnis der Todesrichtung.- c) Grenzen des Schelerschen Ansatzes.- 3. Das Sein zum Tode.- a) Todesproblematik und Existentialanalyse.- b) Sein zum Tode als M?glichkeit.- c) Uneigentliches Sein zum Tode.- d) Eigentliches Sein zum Tode.- e) Grenzen des Heideggerschen Ansatzes.- 4. Der Tod des andern.- a) Interpersonales Wissen.- b) Gesellschaftlich vermitteltes Wissen.- 5. Erste Zwischenbilanz: Mehrdimensionalit?t des Todeswissens.- II. Teil: Zur Geistesgeschichte des Todes.- 1. Der Tod in der mythischen Welt.- a) Geistige Strukturen mythischer Gesellschaften.- b) Mythos und Tod.- c) Vergesellschaftung und Sinngebung des Todes.- 2. Tod und Unsterblichkeit in der antiken Metaphysik.- a) ?berwindung des Mythos.- b) Tod als Befreiung (Platon).- c) Unsterblichkeit der Geist-Seele (Aristoteles).- d) Ataraxia oder Der Tod geht uns nichts an (Epikur).- 3. Tod und Auferstehung nach biblischer ?berlieferung.- a) Tod im Alten Testament.- (1) Ausgew?hlte Grundbló