Die Autoren zeichnen Krankheitsverl?ufe auf, in denen Institutionen, Familien und alte Menschen versuchen, mit Demenz umzugehen. ?ber dreihundert alte demenziell erkrankte Menschen aus einer klinischen Einrichtung wurden ?ber Jahre mit wiederholten Befragungen begleitet und ihre sich ver?ndernden Lebenssituationen untersucht.Alter(n) als soziologische KategorieDemenz: Kl?rung eines Krankheits- und St?rungsbildesRehabilitation von demenziell Erkrankten?berlegungen zur Relevanz medizinischer und sozialer Variablen bei der Bestimmung des ErkrankungsverlaufsNachdenken ?ber das Leben mit DemenzDr. Ursula von Wedel Parlow ist Professorin f?r Soziologie an der Universit?t Duisburg/Essen, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften. Holger Fitzner ist Sozialarbeiter beim Jugendamt der Stadt Duisburg im Sachgebiet Jugend- und Familienhilfe - Allgemeiner Sozialer Dienst. Dr. Hans Georg Nehen ist Chefarzt der Abteilung Geriatrie am Elisabeth-Krankenhaus in Essen. Demenz als Krankheit des Alter(n)s tritt immer st?rker in das Bewusstsein einer ergrauenden Gesellschaft. Die Autoren zeichnen Verl?ufe auf, in denen Institutionen, Familien und alte Menschen versuchen, mit dieser Krankheit umzugehen.
?ber dreihundert alte demenziell erkrankte Menschen aus einer klinischen Einrichtung wurden ?ber Jahre mit wiederholten Befragungen begleitet und ihre sich ver?ndernden Lebenssituationen untersucht. Die Ergebnisse zeigen wider Erwarten, dass medizinische Kategorien der Demenz, d.h. der psychischen, physischen und mentalen Ver?nderungen, die tats?chliche Entwicklung der hier untersuchten Population nicht ad?quat beschreiben bzw. prognostizieren. Die einschneidendste Ver?nderung f?r die gro?e Mehrheit der Kranken, eine Aufnahme in ein Pflegeheim, h?ngt offensichtlich nicht von medizinischen Variablen des Krankheitsverlaufs ab, sondern von sozialen Situationen bzw. Kommunikationen im jeweiligen Netzwerk, die oft aufgrund einer kritischen Zuspitzungl#3