Dr. Norbert Schneider Da? Fernsehen auf Wahlentscheidungen erheblich einwirkt, wird von nie? mandem ernsthaft bestritten. Aber welche Wirkungen sind das im N?heren? Und wie verl?uft der Weg vom Schirm in die Wahlurne? Wirkung - auf und f?r wen? Und auf welche Weise, ausgel?st wodurch? Durch Themen, durch Personen? Durch das Erzeugen von Klima, von Stimmungen? Durch Weg? lassen und Verschweigen, durch kaum merkliche Akzente? Und wer ist ge? gen solche Einfl?sse gewappnet, wer ist ihnen wehrlos ausgesetzt? Oder: Wirkung ganz einfach durch Masse, durch einen bestimmten Marktanteil, aus dem sich ganz von selbst ergibt, was der Gesetzgeber vorherrschende Mei? nungsmacht nennt? Ob f?r politische Parteien oder die Medienwissenschaft, Journalisten oder Rundfunkaufsicht, Parlamentarier oder B?rsianer - f?r sie alle und viele andere w?re es sch?n und gut, und es w?re im Effekt gewi? demokratief?r? dernd, wenn sie hier Genaueres oder sogar Genaues w??ten. Doch die Frage nach der Wirkung von Fernsehen, der Wirkung von Sendungen auf die Mei? nungsbildung und insofern auch auf eine konkrete Wahlentscheidung der B?rger f?hrt auf ein ziemlich wei?es, ein weites Feld. Es handelt sich um jene Fragesorte, die man mindestens als h?chst komplex bezeichnen mu?. Manche gehen noch weiter und sagen, da? dieser komplexe Zusammenhang ?berhaupt nicht angemessen aufgehellt werden kann. F?r solche, die es gern gradlinig und monokausal haben, ist hier jedenfalls nichts zu holen.Ein?hrung.- A. Einf?hrung und ?bersicht.- B. Zum Wahlkampf 1998.- 1. Zu den Strategien, den Botschaften und Themen des Wahlkampfes, zum Stimmungsbild und zum Ergebnis.- 2. Das Fernsehangebot im Wahlkampf oder: Operation Overkill.- C. Amerikanisierung, Inszenierung, Theater? Sind das die gravierenden Ver?nderungen unserer Wahlk?mpfe?.- 1. Die Inszenierung und die Aufl?sung von politischen Inhalten in der Form der Darstellung und im theatralen Auftritt.- 2. Personalisierung keine so neue Erscheinung.- 3. Zunehmende EmotionlC,