Anhand von Werken von Ludwig Ganghofer, Hermann L?ns, Felix Salten, Waldemar Bonsels und Otto Alscher, die zwischen 1900 und 1943 erschienen sind und in denen die Jagd zentral ist, widmet sich dieser Band der Rolle und der Darstellung von Emotionen in den Beziehungen zwischen Menschen und Wildtieren. Dabei wird die ?berschneidung neuerer Emotionsforschung mit den Cultural and Literary Animal Studies erprobt. Es wird gezeigt, dass Wildtiere zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Zeichen von Wandel standen. Manche Texte spiegeln eine Abschw?chung des Anthropozentrismus. Wildtiere werden verst?rkt in ihrer Bedrohung sowie als individuelle Pers?nlichkeiten mit eigenen Ausdrucksmitteln dargestellt. Ihre subtile Gef?hlswelt stellt die Exklusivit?t des Menschlichen in Frage. Hingegen mischt sich Ambivalenz unter die Emotionen von J?gern und Jagd. Hervorgehoben wird diese Tendenz durch das Aufzeigen narrativer Perspektivverschiebung zu den Tieren, der Poetisierung von Emotionen sowie materiell-semiotischer Mensch-Tier-Verkn?pfungen. ?ber den historischen Rahmen der Textauswahl hinaus sensibilisiert dieses Buch f?r eine weitl?ufigere Reflexion ?ber die Prekarit?t von Wildtieren unter besonderer Ber?cksichtigung der ethischen Dimension von Emotionen. Einleitung.- Und welch ein Hochgenu?, so hinauszuziehen in Berg und Wald Emotionen und Wildtiere in Ludwig Ganghofers Jagdgeschichten.- Hier ist immer was los ?kologische Wildtierpoesie und Emotionen in Hermann L?ns Tier- und Jagdgeschichten.- Felix Salten Emotionen in einer tierlichen Lebensgeschichte.- Ich bin Mario, der Herr im Wald. Emotionen und Wildtiere in Waldemar Bonsels Mario und die Tiere (1928).- Humanimale Emotionen bei Otto Alscher.- Synthese und Konklusion.
Der Autor
Stefan Hecht ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsgruppe Mondes germaniques et nord-europ?ens an der Universit?t Stra?burg.