Diese Arbeit analysiert im ersten Schwerpunkt reale Kursst?rze aus Zentralbanksicht. Im zweiten Schwerpunkt der Arbeit entwickelt der Autor eine Systemschutzkonzeption f?r Zentralbanken und stellt Kompetenzen und Verhalten realer Zentralbanken dieser Konzeption gegen?ber.Niemand besch?ftigt sich gern mit Katastrophen. F?r sie besteht auch nur eine geringe Wahrscheinlichkeit. Aber eine Krise unseres Finanzsystems h?tte gravierende Folgen f?r alle. Es w?re leichtsinnig, darauf zu verzichten, den Schutz des Systems durch einen Notfallplan vorzubereiten. Prigge stellt sich dieser Planungsaufgabe. Als Aus? gangspunkt braucht er einen konkreten Krisenausl?ser. Er w?hlt den Kurssturz bei Aktien, was nach der Erfahrung der letzten zehn Jahre plausibel ist. Liquidit?tsprobleme, nicht aber die Sicherung eines bestimmten Aktienkursniveaus, fallen in die Zust?ndigkeit einer Zentralbank. Deshalb besch?ftigt sich Prigge zun?chst theoretisch mit Liquidit?tseffekten, die nach Kursst?rzen als Folge asymmetrisch verteilter Informationen auf den Kreditm?rkten zu erwarten sind. Der unerwartete, sprunghafte Anstieg der Nachsch?sse in v?llig ungewohnte Dimensionen l??t Kredit? probleme und Zahlungsschwierigkeiten einiger Teilnehmer arn Terminmarkt sehr wahr? scheinlich werden. Verl??liche Informationen ?ber die Solvenz dieser Teilnehmer liegen bis zur F?lligkeit der Nachsch?sse nicht vor. Bevor sie sich aktualisieren lassen, m?ssen Kreditentscheidungen im Nebel von Ger?chten getroffen werden. Was aus theoretischer Sicht zur Krise f?hrte, hat sich in der Realit?t der Kursst?rze von 1987 und 1989 in be?ngstigender Weise konkretisiert. Die wichtigste Erkenntnis der vorliegenden Arbeit erscheint auf den ersten Blick paradox: Die Absicherung entwickelter Finanzm?rkte durch das Margining kann, selbst wenn sie perfekt ausgestaltet ist, die Banken der Marktteilnehmer bei extremer Kurs? volatilit?t so sehr belasten, da? die Zentralbank dem Banksystem schlagartig Liquidit?t zuf?hren mu?. Das SchutlCÜ