Holger Rust gilt als der pointierteste und wirkungsvollste Kritiker der feuilletonistischen Trend- und Zukunftsforschung. In seiner aktuellen Expertise zu den j?ngsten Angeboten der Branche unterzieht er die Methoden und Befunde der vielf?ltigen Trend- und Zukunftsagenturen aus wissenschaftlicher wie aus wirtschaftspraktischer Perspektive einer profunden Analyse. Er kommt dabei zum Ergebnis, dass die meist vollmundigen Versprechungen weder methodologisch noch inhaltlich fundiert sind. In einer dezidierten Analyse diagnostiziert er vor allem im Hinblick auf die Anwendbarkeit der Trend- und Zukunftsdiagnosen rhetorisch aufgeputzte Trivialit?t und strategischen Opportunismus. Die so genannten Megatrends sind, wie der Autor nachweist, durch die Analysen ?ffentlicher und wissenschaftlicher Forschungsinstitutionen sattsam bekannt und stehen jedem Interessenten zur freien Verf?gung. Die g?ngige Trend- und Zukunftsforschung erweist sich vor diesem Hintergrund inhaltlich und methodologisch als teurer und, wie die Analysen zeigen, nicht selten irref?hrender Umweg. Der Autor zeigt klare Alternativen und belegt die St?rke einer pragmatischen Soziologie f?r die wissenschaftliche wie die wirtschaftliche Praxis gleicherma?en.Strategischer Opportunismus als Gesch?ftsidee Analyse der methodologischen Scharlatanerie Regeln professioneller Markt- und Zukunftsforschung Agenda Setting durch Studien und rhetorische Konstruktionen Wettbewerb und Konkurrenz auf den Trend-M?rkten Traditionen der professionellen Zukunftsforschung Traditionen der boulevardesken Trendforschung Diskreditierung der professionellen Sozialwissenschaft Trivialit?ten, Irrt?mer, Fehler und blinde Flecken Zukunftsartefakte durch Mind-Sets und Methodik Erfolg der Trendgesch?fte durch zirkul?re Selbstbest?tigung Pragmatische Alternative zum Strategischen Opportunismus Ein pointiertes, lesenswertes Buch. Jahrbuch Extremismus & Demokratie, 2009