Warum leben, wenn der Tod so sch?n erscheint? Dieser Frage geht die vorliegende Arbeit nach. Als komplexes, faszinierendes und gesellschaftlich h?chst brisantes Ph?nomen repr?sentiert suizidales Verhalten ein zentrales Motiv in der Literatur und wird auch im amerikanischen Gegenwartsdrama immer wieder aufs Neue verhandelt. Gleichwohl ist der Suizid als literarisches Motiv bisher nur unzureichend auf seine innertextliche Funktion und auf seine au?ertextlichen Implikationen erforscht worden. Diese Arbeit will diese Forschungsl?cke f?r den Bereich des zeitgen?ssischen amerikanischen Dramas schlie?en. Sie zeigt, dass suizidales Verhalten im amerikanischen Gegenwartsdrama vor dem Hintergrund einer Selbstwertproblematik beschreib- und verstehbar ist. Zugleich ist mit dem narzisstisch motivierten Suizid eine Problemstruktur benannt, welche das amerikanische Gegenwartsdrama wesentlich inhaltlich-thematisch und formal bestimmt und imstande ist, bisher kontrovers diskutierte Fragestellungen neu aufzurollen und fundiert zu beantworten.