In diesem Band wird die Ambivalenz gegen?ber Fremdem mit ihren beiden Polen von Angst und Ablehnung bis hin zum Ha? einerseits (horror alieni) sowie Neugier und Interesse bis hin zur Liebe (amor) von der Struktur des Selbst her, wie es sich im allt?glich-lebensweltlichen Zusammenhang entfaltet, untersucht. Die These lautet, da? das Fremde, das in ganz unterschiedlichen Formen z. B. als kulturell Fremdes, als das Fremde des Wahnsinns oder das ganz Andere der mystisch-religi?sen Erfahrung erscheint, die Zuf?lligkeit (Kontingenz) der eigenen Art und Weise zu sein erfahrbar zu machen vermag, dies ist ein Potential zugleich des Erschreckens ?ber die Beliebigkeit des eigenen Selbst wie der Befreiung ?ber die Aufhebbarkeit der eigenen Begrenztheit. Diese These wird durch die Entwicklung eines dialektischen Begriffs personaler Identit?t subjektstrukturell fundiert. Es wird so ein Bild des Selbst entworfen, dessen widerspr?chliches Oszillieren zwischen Selbsterhaltung und Selbstaufhebung in der ambivalenten Reaktion auf Fremdes manifestiert wird.trauten, so zeigte sich aber andererseits, da? f?r die mich hier interessieren? de Thematik der psychischen Bedeutung von Fremdem nicht einfach Freuds psychoanalytisches Subjektmodell in seiner theoriestrukturellen wie -materialen Konkretisierung ?bernommen werden konnte. Sozusagen ex negativo ergab sich ein Zugang von Sch?tz' ph?nomenolo? gischer Analyse des allt?glich-lebensweltlichen Selbstseins her, ist doch das Fremde ganz allgemein ein solches, das im Verstehenshorizont dieses Selbstseins (zumindest zun?chst) nicht aufgeht. Vielmehr bringt es zur Erscheinung, was in der Normalit?t des allt?glich-lebensweltlichen Selbst? seins ausgeklammert ist: sein Anders-sein-k?nnen, oder mit einem anderen Ausdruck: seine Kontingenz. Im weiteren Nachdenken ?ber die Problematik des Fremden, die ?ber das spezielle Ausgangsproblem der Fremdheit der k?nstlerischen Moder? ne hinausf?hrte, zeigte sich, da? mit einem dialektischen Begriff personalerl£Ł