Goethe hat als literarischer Wegbegleiter des modernen Liebesdiskurses das emphatische Gef?hlserlebnis zum zentralen Lebenssinn erhoben, neben dem alle anderen Aktivit?ten und Beziehungen zweitrangig werden. Diese Aufwertung des Liebeserlebens gilt bis heute ungebrochen. Eine andere Grundstruktur der von Goethe gestalteten Liebesbeziehungen, die nicht so offen zu Tage liegt, l?uft jedoch dem gegenw?rtigen Verst?ndnis von Liebe zuwider und wird konsequent ?berlesen: Goethe verweigert den Liebenden das Erleben von Gemeinsamkeit und weist der Liebe als Ort die Einbildungskraft des je einzelnen zu. Mit welcher Konsequenz Erz?hlstruktur, Figurengestaltung und Inszenierung der Strategie, die Liebenden voneinander fernzuhalten, untergeordnet sind, zeigt diese Untersuchung.Dies Bildnis ist bezaubernd sch?n' - Der Begriff 'Liebe' - Der Beginn einer gro?en Liebe - Idealbilder - Beziehungsmodelle - Trennung und Entsagung - Liebe: Sehnsucht und Aufgabe.Dr. Hans-Peter Schwander ist Akademischer Rat an der P?dagogischen Hochschule Freiburg. Er lehrt im Bereich Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik am Institut f?r deutsche Sprache und Literatur.Zur Vorgeschichte der romantischen Liebe Springer Book Archives