Die Konsumg?terwerbung schafft Kultur, indem sie sich traditionelle Motive aus Literatur und Kunst aneignet und diese ihrem vordringlichen Verwertungsinteresse gem?? umgestaltet. Derart f?hrt sie Traditionen, Sprach- und Sehgewohnheiten verfremdend und entfremdend fort. Sozialwissenschaftlich ist es von Interesse, diesen Umgestaltungsproze? zu studieren, in dessen Verlauf Muster verbalen und visuellen Erlebens sozialisiert werden. Vor dem Hintergrund dieser Diagnose versammelt der Band 12 exemplarische Fallanalysen von Werbeanzeigen in Publikumszeitschriften. Jede Studie f?hrt an einem jeweils ausgew?hlten, markanten Beispiel eine spezifische, abgrenzbare Methode der Bild-Text-Interpretation vor, so da? ein repr?sentativer Querschnitt m?glicher Zug?nge zur Dramaturgie und Rhetorik von Werbeanzeigen in Printmedien aus kulturkritischer Sicht entsteht.Fr?her oder sp?ter kriegen wir euch' - Perfekte Panne - perfide Performance - Der amerikanische Traum - Blaubarts Zimmer - Dieses obscure Objekt der Begierde oder: Sprachlosigkeit ist angesagt - Amor & Psyche - Der Morgen danach - Was hat ein Telegramm mit Treue zu tun? - Eine verh?ngnisvolle Aff?re - '... mit freundlichen Gr??en vom Planeten TMA 1' - 'Und raucht Ernte 23 / Und alles war wieder gut' - Vertreibung ins Paradies - Wovon das Schlafzimmer ein Zeichen ist - Zeichen, Szenen und 'Zeitgeist'.Dr. phil. Hans A. Hartmann ist Professor am Lehrstuhl f?r Psychologie an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakult?t der Universit?t Augsburg. Dr. phil. Dr. rer. pol. habil. Rolf Haubl ist Privatdozent am Lehrstuhl f?r Psychologie an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakult?t der Universit?t Augsburg.Die Konsumg?terwerbung hat sich - an der Schwelle zum vielfach heraufbeschworenen postmodernen Zeitalter - zu einem eigenst?ndigen Massenmedium, genauer gesagt: zu einem Unterhaltungsmedium f?r die Massen entwickelt. Die Unterhaltungsfunktion dr?ngt dabei die absatzwirtschaftliche Funktion langsam aber slC&