In 40 Fallportraits von Deutschen auf der Basis qualitativer Interviews zeigt sich, da? es nicht so sehr nationales Denken und F?hlen als solches ist, das den Umgang mit Einwanderern beeinflu?t, als vielmehr bestimmte Auspr?gungen deutscher Identit?t.Eine zentrale Rolle spielt ihre Ambivalenz, die vom Wissen um eine negative Vergangenheit Deutschlands und um typisch deutsche Verhaltensweisen ausgeht. Sie f?rdet auf der einen Seite fremdenfreundliche Wahrnehmungen, auf den anderen aber auch besondere Empfindlichkeiten im Zusammenleben. Als wichtig erweist sich auch die Einbettung deutscher Identit?t in andere kollektive Identit?ten. Die Autoren stellen einige einwanderungspolitische Konsequenzen zur Diskussion und sprechen sich gegen kurzschl?ssige Stellungnahmen pro oder contra nationale Identit?t aus. Sie schlagen weiterf?hrende Forschungsfragen vor sowie besondere Methoden, mit denen Interviews zu diesem in Deutschland heiklen Thema arbeiten k?nnten. Stand der Forschung zum Thema nationale Identit?t und Umgang mit Fremden - Methodik einer lebensweltlich sensiblen Interviewf?hrung und -auswertung - Gemischte Gef?hle als deutsche Grundbefindlichkeit - Reden ?ber das Eigene und das Fremde: Politisch korrekte Formulierungsk?nste der Deutschen - Vice-versa konstruierte Erwartungen an Einwanderer: Rationalisierung von Anpassungsforderungen oder aufgekl?rte Konstruktion des Zusammenlebens - Wenn Deutsche zu Fremden werden: Alltagszusammenbruch in der Ex-DDR und die Folgen - Die Globalisierung der Erfahrungen mit dem Eigenen und dem Fremden und die Folgen - Einwanderungspolitische ?berlegungen und Folgerungen f?r weitere Forschungen - Anhang: 25 ausgew?hlte Falldarstellungen.Deutsche und Ausl?nder vor dem Problem der FremdheitDr. Harro Honolka, Institut Student und Arbeitsmarkt an der Ludwig-Maximilians-Universit?t M?nchen. Dr. Irene G?tz, wissenschaftliche Assistentin am Institut f?r deutsche und vergleichende Volkskunde der Ludwig-Maximilianl“¶