Die Autorin analysiert die internationalen Beziehungen und die programmatischen Standortbestimmungen der Blockfreien, insbesondere auf deren Gipfelkonferenzen in Belgrad (1989), Jakarta (1992) und Cartagena (1995).Sich heute, das hei?t ?ber zehn Jahre nach dem Beginn des Tauwetters zwischen Ost und West und fast sechs Jahre nach dem Zerfall des Warschauer Paktes mit der Block? freien-Bewegung zu besch?ftigen, mag auf den ersten Blick nicht gerade aktuell erscheinen oder dem in den westlichen Industriestaaten vorherrschenden ,,Forschungs? mainstream entsprechen. Ganz anders als in vielen Mitgliedstaaten der Bewegung wird diese in Buropa und den USA angesichts des Zusammenbruchs des ,,real existierenden Sozialismus' und der Aufl?sung des bipolaren Blocksystems in der Regel als Relikt des Kalten Krieges und damit als auslaufendes Modell betrachtet. Da? die ?ber nahezu drei Jahrzehnte als durchaus ernstzunehmende Akteure der Welt? politik geltenden Blockfreien von Politik, Wissenschaft und ?ffentlichkeit heute kaum mehr wahrgenommen werden, bedeutet meines Erachtens jedoch nicht, da? die Bewe? gung nach dem Ende des Ost-West-Konflikts zwangsl?ufig irrelevant, ihre Ziele und Forderungen uninteressant oder illegitim w?ren. Um Aussagen hier?ber zu treffen, bedarf es vielmehr einer genauen Untersuchung der Entwicklung sowohl der Blockfreien-Bewe? gung als auch der internationalen Beziehungen seit 1989. In Anbetracht der mit dem Wegfall der Ost-West-Konfrontation eher noch zunehmen? den Vernachl?ssigung der Probleme und Interessen milit?risch und I oder wirtschaftlich schwacher Staaten und deren Bev?lkerungen habe ich mich bem?ht, diese Untersuchung so unvoreingenommen, das hei?t frei von westlich gepr?gten Sichtweisen wie m?glich vorzunehmen. Eine erste Fassung dieser Arbeit wurde vom Fachbereich Sozialwissenschaften der Johannes Gutenberg -Universit?t Mainz als Hausarbeit zur Erlangung des Akademischen Grades eines Magister Artium angenommen.Die Blockfreien-Bewegung vol#