Was bedeutet es, wenn MitarbeiterInnen in Organisationen, die TeilnehmerInnen an Fortbildungen oder die Mitglieder von Arbeitsteams in paradoxer Weise aufgefordert werden, sich selbst zu steuern? Steuern alle oder keiner? M?ssen alle gleich sein oder sind Unterschiede zul?ssig? Das Thema der Selbststeuerung in sozialen Systemen wird in diesem Buch von zwei Seiten her beleuchtet, n?mlich in Auseinandersetzung mit dem systemtheoretischen Konzept der Selbststeuerung und der angewandten Gruppendynamik, in der die Gruppe als reflexives und selbststeuerndes Sozialsystem eingesetzt wird. Die Beitr?ge dieses Bandes gehen folgenden Fragen nach: Wie passen systemische Theorie und gruppendynamische Praxis zusammen? Wo gibt es Widerspr?che? Wie kann man Selbststeuerung als Individuum, Gruppe oder Organisation lernen? Gemeinsamer Bezugspunkt der Beitr?ge ist das Verstehen und die Begleitung von Ver?nderungsprozessen von einzelnen Menschen und sozialen Systemen mit gruppendynamischen Interventionen und Methoden. Dar?ber hinaus werden die Auswirkungen des Konzepts der Selbststeuerung auf die Rolle der Trainer- und BeraterInnen beschrieben und Umsetzungsbeispiele aus der Erwachsenenbildung, der Ausbildung von F?hrungskr?ften und der Organisationsberatung dargestellt.Otto H?rter gewidmet.- I: Selbststeuerung und Gruppendynamik: Fremde Konzepte?.- Gruppendynamik als Praxis der Selbststeuerung in sozialen Systemen.- Feldtheorie und Systemtheorie.- Beobachten, Nichtverstehen und Intervenieren. Die besten Steuerm?nner stehen am Ufer die besten Steuerfrauen auch.- Was frag-w?rdig ist und ambivalent macht. Ann?herungen eines Gruppendynamikers an das Konzept der Selbststeuerung.- II: Lernprozesse.- Lern-Prozesse oder: Wie man als Teilnehmerin eines Gruppenprozesses lernen kann, als Leiterin Gruppenprozesse zu steuern.- Gef?hlsarbeit in Dienstleistungsberufen. Selbststeuerung oder Kommerzialisierung von Gef?hlen.- III: Die Rolle des Trainers und Beraters.- Wandel in der TrainelS*