Dieses Buch liefert einen Einblick in eine extremistische Subkultur, deren Schriften nur selten an die ?ffentlichkeit gelangen: Es sind die Zeitungen und Zeitschriften, die Flugbl?tter und Pamphlete zahlreicher neonazistischer Gruppen, die hier detailliert untersucht werden. Der Autor beschreibt die publizistischen Methoden der Neonazis und analysiert ihre Medien; er skizziert den ideologischen Sprachgebrauch einzelner Gruppen und zeichnet - ausgehend von konstruktivistischen Pr?missen - die Erschaffung und Entstehung ihrer Weltbilder nach. Ziel ist es dabei stets, die linguistische Analyse politischer Kommunikation mit den Schl?sselideen einer konstruktivistischen Erkenntnistheorie zu verbinden. Wie entsteht, so lautet die Kernfrage, eine ideologische Wirklichkeit? Wie wird aus dem anderen Menschen ein Gegner? Wie werden Feindbilder konstruiert?Methode und Modell: Konstruktivistische Perspektiven - Ein Modell zur linguistischen Analyse von Feindbildern - Die Ideologie und die Medien neonazistischer Gruppen: Textauswahl - Das kommunikative Netzwerk der Neonazis - Die Ideologiesprache der Neonazis: Das Schlagwort als Mittel der Feindbildkonstruktion - Der Neologismus als Mittel der Feindbildkonstruktion - Die Metapher als Mittel der Feindbildkonstruktion - Feindselige Konstruktionen der WirklichkeitPressestimmen zur 1. Auflage:
Der Verfasser hat ein au?erordentlich umfangreiches Sprachmaterial zusammengetragen, das er seinen Analysen zu Grunde legt. ... Der innovative Wert der Arbeit besteht vorwiegend darin, die Sprache und den Sprachgebrauch des Neonazismus in Deutschland durchleuchtet und auf seine typischen Elemente reduziert zu haben. Muttersprache, 4/2000
Insgesamt liefert der Band eine gut nachvollziehbare linguistische Analyse der Erschaffung und Entstehung von Feindbildern. Sie erg?nzt damit das Wissen ?ber Rechtsextremismus aus soziologischer, psychologischer und p?dagogischer Sicht. Message, 1/2001Neuartige Studiel“8