Fruhjahr 1813. Seit acht Jahren leidet Dresden unter der franzosischen Besatzung. Einquartierung, Hunger und Krankheit drangen die Burger an den Rand des Ertraglichen. Auch die junge Elisa Tilla, die Pirnaer Apothekertochter, die 1806 hoffnungsvoll in die Residenzstadt kommt. Von einem traumatischen Kindheitserlebnis verfolgt, von ihrer Jugendliebe verlassen, sucht sie mutig ihren Platz im Leben und trotzt allen Schicksalsschlagen. Doch im August 1813 geschieht das Unfassbare: Die Armeen der Verbundeten stehen vor Dresden, bereit, dem Eroberer die Entscheidungsschlacht aufzuzwingen. Napoleon gewinnt die Schlacht. Danach beginnt fur die Menschen in der eingeschlossenen Stadt eine Leidenszeit von apokalyptischem Ausmass. Elisa hilft, wo sie kann. Bis zur Selbstzerstorung setzt sie sich fur Kranke und Verletzte ein. Lindert so den Schmerz uber den vermeintlichen Tod ihres Ehemanns Alois. Als Napoleon in der Schlacht bei Leipzig geschlagen wird, atmen die Volker auf. In Wien ringen die Siegermachte um eine Neuordnung Europas. Fur seine Treue zu Napoleon wird das Konigreich Sachsen empfindlich bestraft. Elisa beginnt am Tod ihres Mannes zu zweifeln, als ihr der Zufall plotzlich einen Hinweis in die Hande spielt. Noch einmal nimmt sie all ihre Kraft zusammen und beschliesst Alois zu suchen.