Neuere methodische Weiterentwicklungen der Conjoint-Analyse erm?glichen heute die simultane Segmentierung eines Gesamtmarktes von Konsumenten in homogene Teilm?rkte und die Sch?tzung entsprechender segmentspezifischer Teilnutzenwertstrukturen. Auf diesem Wege soll der Heterogenit?t im Konsumentenverhalten Rechnung getragen werden. Das im Rahmen der simultanen Segmentierung derzeit meistgenutzte Conjoint Choice-Modell ist das Finite Mixture Logitmodell. Dieses unterstellt Unabh?ngigkeit der Gesamtnutzen aller Alternativen, die einem Konsumenten zur Auswahl gestellt werden, und postuliert somit, dass Auswahlentscheidungen unabh?ngig vom Kontext sind, in dem dieAlternativen dem Konsumenten pr?sentiert werden. Diese Annahme erscheint in Bezug auf die Abbildung realen Kaufverhaltens jedoch fraglich. Friederike Paetz entwickelt ein Finite Mixture Multinomiales Probitmodell, welches explizit Abh?ngigkeiten zwischen (den Gesamtnutzen der) Alternativen ber?cksichtigen kann. Abh?ngigkeiten zwischen Alternativen k?nnen einerseits innerhalb einer ChoiceTask und andererseits durch die Erinnerung an Alternativen vorangegangener Auswahlsituationen entstehen. Das neu entwickelte Modell wird anschlie?end sowohl in einer Simulationsstudie als auch in einer empirischen Studie mit Modellen, die Unabh?ngigkeit unterstellen, verglichen.Finite Mixture Multinomiales Probitmodell theoretische Grundlegung.- Finite Mixture Independent Probitmodell.- Modellpr?fung in Simulations- und empirischer Studie.- Kontexteffekte und Heterogenit?t.
Friederike Paetz studierte Mathematik mit Nebenfach Betriebswirtschaftslehre an der Universit?t Paderborn und ist seit 2008 Wissenschaftliche Angestellte am Institut f?r Wirtschaftswissenschaft der TU Clausthal.
Neuere methodische Weiterentwicklungen der Conjoint-Analyse erm?glichen heute die simultane Segmentierung eines Gesamtmarktes von Konsumenten in homogene Teilm?rkte und die Sch?tzung entsprechender segmentl“+