Mit der Transformation von Sicherheit haben sich auch die Bedeutung und der Stellenwert von Intelligence ver?ndert. Wie es um die Nachrichtendienste Europas steht, und wie diese den neuen Herausforderungen begegnen, wird im vorliegenden Band von internationalen Autoren aus Wissenschaft und Praxis analysiert. Im ersten Teil stellen Experten aus den sechs nachrichtendienstlich bedeutendsten europ?ischen Staaten ihre jeweiligen Intelligence-Organisationen vor. Im zweiten Teil werden die M?glichkeiten multilateraler Intelligence-Kooperation unter ver?nderten Bedingungen aus verschiedenen Perspektiven bewertet. Schlie?lich analysieren die Beitr?ge des dritten Teils den Stand und die aktuellen Anforderungen an die demokratische und exekutive Kontrolle der Dienste in Europa.Vorwort Als der Ost-West-Konflikt zu Ende ging, fackelte f?r kurze Zeit eine intensive Diskussion auf, in der die Abschaffung der Nachrichtendienste gefordert wurde, weil man diese in dem ver?nderten internationalen Umfeld nun ja nicht mehr ben?tige. Sie seien wichtig gewesen, um in den Jahrzehnten der nuklear unt- legten Systemkonkurrenz Informationen ?ber den Gegner bereitzustellen, vor allem auch deshalb, weil das prek?re nukleare Gleichgewicht ganz besondere Beobachtung des Gegen?ber notwendig erscheinen lie?. Literarisch wurde diese Konstellation vielfach beschrieben, wenn die Agenten beider Seiten zur Gew?- leistung sicherer Informationslagen f?r die Regierungen beider Superm?chte und damit zur Sicherung des internationalen Friedens kooperierten. Nun aber, in einer Phase der anbrechenden internationalen Kooperation, die sogar vom Ende der Geschichte gepr?gt sein sollte, seien die Dienste ?berfl?ssig. Es kam anders, und zwar keineswegs ?berraschend. Denn mit dem Ende des Ost-West-Konflikts waren Politik und Staatenkonkurrenz keineswegs an ihr Ende gekommen. Und ganz im Gegensatz zu den damals gehegten Erwartungen einer stabileren und kalkulierbareren Weltordnung war zu beobachten, wie sich das Verhl£q