Stellvertretendes Handeln ist ein gesellschaftliches Faktum von gro?er Allgemeinheit, Bedeutung und Vielgestaltigkeit. Dennoch hat sich die Soziologie seiner bisher kaum angenommen, und zwar auch da nicht, wo sie sich mit den Voraussetzungen und Folgen der fortschreitenden Differenzierung und Individualisierung moderner Gesellschaften besch?ftigt. Dies bedeutet, da? eine ebenso unverzichtbare wie prek?re Funktionsbedingung dieser Gesellschaften nahezu vollst?ndig vernachl?ssigt worden ist. Mit dieser Arbeit soll das Problem stellvertretenden Handelns f?r die Soziologie erschlossen und hinsichtlich seiner Wichtigkeit und Ergiebigkeit in den Blick ger?ckt werden. Im Ausgang von begrifflich-theoretischen Analysen werden die Voraussetzungen, Funktionen und Antinomien stellvertretenden Handelns im Recht, in der Kultur, in sozialen Bewegungen und Interessenkonflikten sowie, insbesondere hinsichtlich des stellvertretenden Leiden, in Religion und Ethik untersucht.Stellvertretung als soziologische Kategorie - Differenzierung und Stellvertretung - ?ber organische Repr?sentation - Alieno nomine agere. Stellvertretung im Recht - Stellvertretendes Leiden - Repr?sentative Kultur und kulturelle Stellvertretung - Der allgemeine Repr?sentant. Zur Selbstdeutung der Intellektuellen in der kommunistischen Bewegung - Die Intellektuellen, das Volk und der asketische Sozialismus - Akteure und Agenten. ?ber Selbstbestimmung, Fremdbestimmung und Stellvertretung im Vereinigungsproze?.Dr. Johannes Wei? ist Professor f?r Soziologie an der Universit?t Kassel.Soziologie der Stellvertretung: Eine grunds?tzliche Einf?hrungSpringer Book Archives