Der Band umfa?t siebzehn Beitr?ge von namhaften Kleist-Forschern aus dem In- und Ausland, darunter mehrere aus der DDR. ?bergreifende Studien sind dem Ph?nomen der Grausamkeit im Werk Kleists gewidmet, seinen Schreibintentionen, der Differenz von Sprache und Schrift in seinem Werk sowie - als kultursoziologische Studie - dem literarischen Leben Berlins um 1800. In Einzelanalysen werden mehrere Dramen und Erz?hlungen untersucht, Wirkungs- und Rezeptionsanalysen schlie?en den Band ab. Kleists und Kafkas Rechtsvorstellungen werden im Vergleich analysiert, und am Ende stehen zwei Darstellungen der j?ngsten Kleist-Rezeption in der Bundesrepublik und in der DDR-Literatur.Die Beitr?ge dieses Bandes gehen zur?ck auf ein internationales Symposium zum Werk Heinrich von Kleists, das anl??lich seines 175. Todestages im No? vember 1986 in Oldenburg stattfand. Interdisziplinarit?t stand im Zentrum al? ler drei internationalen Symposien, die im Gedenkjahr 1986 veranstaltet wur? den. In Berlin wurde vor allem die Begegnung der Germanistik mit der Histo? riographie und der Rechtswissenschaft gesucht (die Beitr?ge werden im Kleist - Jahrbuch 1988 erscheinen), in Rom die zwischen den Wissenschaften und den K?nsten (ein Sammelband wird von Paolo Chiarini vorbereitet), und auf der Oldenburger Tagung wurde insbesondere die Begegnung verschiedenartiger methodischer Forschungsrichtungen angestrebt. Gerade die Kleist-Forschung hat in den letzten Jahren -mit unterschiedlichem Erfolg -doch wichtige Im? pulse durch j?ngere strukturalistische, psychoanalytische und poststrukturalisti? sche Forschungsans?tze erhalten. Sie waren auf dem Oldenburger Symposium ebenso vertreten wie klassisch hermeneutische und literarhistorische For? schungsrichtungen; unter anderem waren auch mehrere Kollegen aus der DDR beteiligt. W?hrend im akademischen Alltag die Konkurrenz so unter? schiedlicher methodischer Richtungen sonst nur zu oft in vehementen Fehden ausgefochten wird, gl?ckte und gelang in Oldenburg ein l£Z