Bestseller (2006) in 4. Auflage Prora ist heute bekannt fur seinen feinen Sandstrand - und fur seine gigantische KdF-Anlage. Das im Dritten Reich geplante Seebad fur 20.000 Volksgenossen wurde jedoch nie bezugsfertig. In den 1950er Jahren begann der Ausbau zu einem der grossten Militarstandorte der DDR. Uberwaltigend authentisch und ohne Tabus erzahlt das Buch die Geschichte eines Jugendlichen, der in den Fangen des beruchtigten Koloss' von Prora erwachsen wird. Eindrucksvoll und sensibel offenbaren Briefe und literarische Reflexionen den taglichen Kampf um das Uberleben des eigenen Stolzes. Ein Ringen, in dem sich eine immer enger werdende Freundschaft anbahnt... ...ein ausserst, manchmal erschreckend personliches Buch. Doch es ist vor allem auch eine Erinnerung an die Bausoldaten der DDR, die im Wust der Bucher uber die NVA oder zwischen der Proraer Urlaubs-Museumsmeile unterzugehen drohen. Leipziger Volkszeitung Stefan Wolter reflektiert mit einem seltsamen Gemisch aus Komik und Bedruckung die Endzeitstimmung der spaten DDR, die die Sichtweise des damals Neunzehnjahrigen spurbar beeinflusst. Sein autobiografischer Bericht steht fur jene ostdeutsche Generation der heute Mitdreissigjahrigen, deren Lebensentwurfe fruh beschadigt oder verhindert wurden. Wer je die Facetten eines aufgezwungenen Gehorsams kennengelernt hat, dem bietet das Buch Stoff zur eigenen Aufarbeitung. Suddeutsche Zeitung ...ein hinreissend sensibles und schonungslos offenes Buch, das den Bausoldaten der DDR ein Denkmal setzt (...) Sprachlich gelingt es dem Autor hervorragend, seine tiefsten Gefuhlsregungen zu offenbaren. Fast naiv kommen die Worte zu Beginn daher, dann wird die Sprache schwer, ist depressiv gefarbt, manchmal entsteht Humor und auch Romantik, ja gar die Liebe entfaltet sich hinter den Stacheldrahtzaunen von Prora. Wer beim Lesen ein Gefuhl von Nahe braucht, wird dieses Buch nicht mehr loslassen konnen. Nordkurier