W?hrend Systeme aufgrund ihrer Selbstreferenzialit?t ?ber klare Grenzen verf?gen, wird in der Netzwerkforschung noch kontrovers ?ber den Status von Netzwerkgrenzen diskutiert. Als dynamische, mit Zentren und Peripherien ausgestattete, heterogene Gebilde k?nnen sich Netzwerke nicht ?ber ihre Grenzen definieren, sondern durch das, was in ihren Aktivit?tszentren passiert. Der Sammelband stellt die aktuelle Debatte vor und pr?sentiert die dabei bezogenen Standpunkte, wonach Netzwerke gar keine oder zumindest unscharfe Grenzen besitzen, diese zun?chst narrativ durch die Akteure erzeugt werden und lediglich forschungspraktische Artefakte bilden, so dass Netzwerke selbst als Grenzen aufzufassen sind. Diese Debatte sch?rft das Selbstverst?ndnis der Netzwerkforschung erheblich und unterstreicht gleichzeitig die Eigenst?ndigkeit netzwerkforscherischer Ans?tze f?r das Verst?ndnis aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen (z.B. next society). Der Sammelband enth?lt sowohl theoretische als auch empirische Zug?nge zu dem Thema.Felder und Systeme in Netzwerken - Wie die Netzwerktheorie zur Untersuchung sozialer Grenzen beitragen kann - Selektivit?ten im Kontext hybrider Strukturen und systemischer Effekte diskutiert an Beispielen regionaler Kooperation - Emotionen als die verborgene Basis sozialer Beziehungen. M?glichkeiten und Grenzen der Netzwerkforschung - Grenzen der Erfassung = Grenzen von Netzwerken? - Praktische versus theoretische Grenzen von sozialen Netzwerken - Grenzenlos oder ortsgebunden? Die informellen Netzwerke der deutschen Bev?lkerung - Aus den Augen aus dem Sinn: das Verh?ltnis von Clustertheorie und Clusterpraxis - Netzwerkforschung auf einem Auge blind? Ein Beitrag zur Rolle von Netzwerken bei Stellenbesetzungen unter Ber?cksichtigung aller AkteureZur Diskussion in der NetzwerkforschungDr. Roger H?u?ling ist Professor f?r Soziologie mit dem Schwerpunkt Technik- und Organisationssoziologie an der RWTH Aachen.W?hrend Systeme aufgrund ihrer Selbstreferenzil3,