Das Buch analysiert den aktuellen Diskurs um die Integration des Islams in die deutsche Gesellschaft. Es wird gezeigt, wie unterschiedliche Akteure bestimmte Bilder des Islams in der ?ffentlichkeit etablieren, um damit Positionen zu st?tzen und Interessen zu vertreten. Auf dieser Grundlage werden die Perspektiven diskutiert, die der deutsche Islam unter diesen diskursiven Bedingungen hat.Mit bis zu 3,5 Mio. Menschen in Deutschland, die famili?re Wurzeln in islamisch gepr?gten L?ndern haben, ist es eigentlich erstaunlich, dass sich die Frage der Integration des Islams in die deutsche Gesellschaft erst relativ sp?t, vermehrt seit der Mitte der 1990er Jahre, stellte. Die Integ- tion der Muslime wurde damit erst in einem Moment zun?chst in den Kommunen und in den L?ndern zum Thema, als die Muslime im Zuge der Verfestigung ihrer Aufenthalte in Deutschland und der h?ufigeren Aufgabe zuvor weit verbreiteter R?ckkehrillusionen begannen, auch durch die Errichtung repr?sentativer Moscheebauten, st?rker ?ffentlich sichtbar zu werden und sich erste juristische Auseinandersetzungen um das Recht zur Erteilung von Religionsunterricht, Kopftuch im ?ffent- chen Dienst, Sch?chten u. ?. anzubahnen begannen. Diese verz?gerte Beachtung der Islamfrage hat sicherlich auch damit zu tun, dass Deutschland sich erst sehr versp?tet und zaghaft ?berhaupt als Einwanderungsland zu begreifen begann und erst seit 2005 ?berhaupt eine Integrationspolitik auf Bundesebene in Kraft ist (das lang umstrittene 1 Zuwanderungsgesetz), womit in Politik und ?ffentlichkeit das - wusstsein daf?r, dass die gesellschaftliche Integration mit Blick auf zu- wanderte Gruppen spezifische Anforderungen stellen kann, erst eine br- tere Verankerung fand, die ihren Ausgangspunkt in der Green-Card- Diskussion und der daraufhin eingerichteten Zuwanderungskommission 2 ab dem Jahr 2000 genommen hatte. Auf L?nderebene war der Islam, etwa 1 Siehe zu einer W?rdigung der Zuwanderungspolitik seit 2000 Sch?nw?lder, Karen: Klló0