Zu meinem Nachfolger in Paris war Graf Robert von der Goltz ernannt worden, der seit 1855 Gesandter in Athen, Konstantinopel und Petersburg gewesen war. Meine Erwartung, da? das Amt ihn diszipliniert, der ?bergang von der schriftstellerischen zu einer gesch?ftlichen T?tigkeit ihn praktischer, n?chterner gemacht und die Berufung auf den derzeit wichtigsten Posten der preu?ischen Diplomatie seinen Ehrgeiz befriedigt haben w?rde, sollte sich nicht sogleich und nicht v?llig erf?llen. Am Ende des Jahres 1863 sah ich mich zu einer schriftlichen Er?rterung mit ihm gen?tigt, die leider nicht vollst?ndig in meinem Besitz ist; von seinem Briefe vom 22. Dezember, welcher den unmittelbaren Anla? dazu gab, ist nur ein Bruchst?ck vorhanden, und in der Abschrift meiner Antwort fehlt der Eingang. Aber auch so hat diese ihren Wert als Schilderung der damaligen Situation und als Beleuchtung der daraus hervorgegangenen Entwicklung. [...] Im Jahr 1898, dem Jahr seines Todes, schrieb der ehemalige deutsche Reichskanzler Otto F?rst von Bismarck die Gedanken und Erinnerungen seines Lebens nieder. Der vorliegende zweite Band, dieser dreiteiligen Gesamtausgabe befasst sich mit dem Zeitraum 1855 bis 1888. Der Verlag der Wissenschaften verlegt historische Literatur bekannter und unbekannter wissenschaftlicher Autoren. Dem interessierten Leser werden so teilweise l?ngst nicht mehr verlegte Werke wieder zug?ngig gemacht. Dieses Buch, welches einen spannenden Einblick in die deutsche Vergangenheit von Politik und Gesellschaft gibt ist ein unver?nderter Nachdruck der Originalausgabe von 1898.