Das historische Volkslied hing mit dem volkst?mlichen Epos zusammen: besonders verbreitet waren die Lieder aus dem Sagenkreise Dietrichs von Bern in der Schweiz und vielleicht in den ?ltesten bernischen Kriegsliedern Spuren hinterlassen haben. Im XV. Jahrhundert hat der Thurgauer Heinrich Wittenweiler in seinem Ring den Stoff bereits ironisch behandelt. Das allgemeine Volkslied, und zwar zun?chst das lyrische, wird mit den Anf?ngen und Ausg?ngen des Minnegesangs in Verbindung zu bringen sein. Dieser hatte nicht blo? in seiner Bl?tezeit zahlreiche Vertreter auf schweizerischem Gebiete gefunden, sondern eben dort sp?ter besonders bei Hadlaub und Steinmar entschiedener jene Wendung aus dem h?fischen Kreise und Tone zum b?urischen angenommen, welche bei dem ?sterreicher Neithard, dem Schwaben Gottfrid von Nifen und Andern feiner vorgebildet war. Das epische Volkslied l?sst sich mit den zahlreichen kleinern Gedichten der mittelhochdeutschen Zeit vergleichen. Der Verlag der Wissenschaften verlegt historische Literatur bekannter und unbekannter wissenschaftlicher Autoren. Dem interessierten Leser werden so teilweise l?ngst nicht mehr verlegte Werke wieder zug?ngig gemacht. Dieses Buch ?ber die Schweizerischen Volkslieder, mit Einleitung und Anmerkungen, ist ein unver?nderter, hochwertiger Nachdruck der Originalausgabe aus dem Jahr 1882.