Diese Arbeit geht davon aus, dass sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die die Familie als Institution der Lesesozialisation umgeben, in den letzten Jahren ver?ndert haben. Es finden sich einerseits Hinweise daf?r, dass Eltern und Kinder zunehmenden Zeitrestriktionen ausgesetzt sind, andererseits sind gleichzeitig die Anforderungen der Gesellschaft an Bildung und Erziehung gestiegen. Unter Ber?cksichtigung von sozialisationstheoretischen Ans?tzen sowie Ans?tzen, die insbesondere auf das Zusammenwirken von Bildung und Zeit abstellen, wird die Frage aufgeworfen, inwieweit die Familie als Institution der Lesesozialisation ?berhaupt noch von Bedeutung ist und wie sich verschiedene Familientypen diesbez?glich voneinander unterscheiden. Im Rahmen einer empirischen Analyse mit Daten der Zeitbudgeterhebung des Statistischen Bundesamtes kann unter anderem gezeigt werden, dass sich bisherige Bildungsungleichheiten durch die gleichzeitige Betrachtung von Bildung und Zeit nicht mehr eindeutig nachweisen lassen, sondern erst auf den zweiten Blick sichtbar werden. Familien mit idealen Voraussetzungen lassen sich durch Vorbildverhalten der Eltern, regelm??ige Interaktionen zwischen Eltern und Kindern sowie eine hohe Bildung beschreiben.Die vorliegende Arbeit entstand im Rahmen meiner T?tigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universit?t Trier und wurde vom Fachbereich IV im Sommersemester 2007 als Dissertation angenommen. Es ist mir eine ganz besondere Freude, mich an dieser Stelle bei all denjenigen zu bedanken, die mich auf dem Weg zur Promotion begleitet und dabei ganz wesentlich zum Gelingen dieser Arbeit beigetragen haben. Ein herzliches Dankesch?n gilt zuallererst meinem engagierten Doktorvater, Herrn Prof. Dr. Michael J?ckel, der meine Arbeit in vielfacher Hinsicht unterst?tzt und gef?rdert und mir gleichzeitig die dazu notwendigen Freir?ume einger?umt hat. Ihm danke ich ?berdies f?r die au?erordentlich lehrreiche Zeit an der Professur f?r Soziologie lCą