Fernsehshows wie die Traumhochzeit haben nicht nur gezeigt, wie die jeweiligen MitspielerInnen ihre Liebe ?ffentlich zum Ausruck bringen, sondern sie haben auch zu einer Theatralisierung von Liebesdarstellungen gef?hrt, die sichtbare Spuren im Alltag hinterlassen haben. Das Buch identifiziert Ausdrucksformen und analysiert die Auswirkungen der Fernsehshows auf das richtige Leben .Einleitung: Liebe (wie) im Fernsehen - Theatralisierung der Liebe in Beziehungsshows - Au?erordentliches Verstehen - Verstehen des Au?erordentlichen. Heiratsantr?ge der Sendung 'Traumhochzeit' - Liebe in Szenen - Szenen der Liebe. Zur Darstellungslogik von Liebe bei performativen Auftritten im Fernsehen - Medienproduktion mit Laien - Der Ritus und sein Publikum - Einzelfallanalyse eines theatralen Heiratsantrages im Kino - Die Theatralisierung der standesamtlichen Trauung. Oder: Wider das Ritenmonopol der Kirche - Die Traumhochzeit im AlltagNathalie Iv?nyi, M.A.; Dr. Jo Reichertz, Professor f?r Kommunikationswissenschaft, beide: Universit?t Essen.Im westlichen Kulturraum ist seit ein paar Jahrhunderten die Vorstellung vorherrschend, dass eine bestimmte Form von Liebe die zentrale Voraussetzung zur Stiftung von zwischengeschlechtlichen Paarbeziehungen ist. Da Liebe jedoch ein innerer Zustand (Gef?hl) der machtvollen Zugeneigtheit ist, der zun?chst nur vom Liebenden selbst wahrgenommen werden kann, bedarf es - zur Er?ffnung von Paarbeziehungen - der Ent?u?erung dieses Gef?hls. Liebe muss demnach dargestellt werden, und zwar gem?? der kulturell jeweils geltenden, verst?ndlichen und hinreichend plausiblen Praktiken der Liebesdarstellung. Zu Beginn der 90er Jahre kamen mit Beziehungsshows wie z.B. Traumhochzeit und Nur die Liebe z?hlt nun eine Reihe von Fernsehformaten auf, die von Liebenden sowohl als Inspirationsquelle wie auch als B?hne der glaubhaften Inszenierung von Liebe genutzt werden konnten. Entlang dieser (und anderer) performativen Fernsehformate, in denen authlC>