Auf der Basis von IBIS-Daten analysiert Andr? K?ster Simic theoretisch und empirisch, wie sich Orderbuchtransparenz auf das Bietverhalten der Marktteilnehmer auswirkt und inwieweit diese Auswirkungen dazu f?hren, dass mit einem liquiden Markt gerechnet werden kann.
Ein Paradigma des B?rsengesetzes von 1896 ist das Skontrogeheimnis. Au?er dem staatlich beauftragten Kursmakler soll niemand Einblick in das Orderbuch nehmen. Damit soll verhindert werden, da? B?rsenh?ndler aus den Auftr?gen der Anleger R?ckschl?sse rur ihr eigenes Bietverhalten ziehen k?nnen, die den Auftraggeber unmittelbar schaden oder die Auftragsausruhrung erschweren. Damit der Kursmakler sein Skontrokenntnis nicht zum Schaden der Auftraggeber nutzt, schr?nkt das B?rsen? gesetz seinen Eigenhandel ein. Mit dem Aufkommen des Bildschirmhandels sind immer mehr Marktorganisatoren dazu ?bergegangen, ihren Marktteilnehmern Limite und St?ckzahl der Kauf-und Verkaufsauftr?ge ohne zeitliche Verz?gerung zu zeigen, was gew?hnlich damit begr?ndet wird, zu einem vollkommenen Markt geh?re auch Transparenz im Sinne der ?ffnung des Orderbuchs rur jedermann. Mit dem Skontrogeheimnis und der Orderbuchtransparenz stehen sich zwei kontr?re, aber jeweils durchaus vertretbare Positionen gegen?ber. Wissenschaftlich ist es reizvoll, diese gegens?tzlichen Positionen zu beurteilen. Wegen des zunehmenden B?rsenwettbewerbs stellt sich rur Organisatoren von B?rsen die eminent praktische Frage, rur welchen Grad an Orderbuchtransparenz sie sich entscheiden sollen. Die Deutsche B?rse AG hat sich mit den neuen Eisberg-Auftr?gen gerade von der Position einer uneingeschr?nkten Orderbuchtransparenz gel?st.Orderbuchtransparenz am Beispiel von IBIS - Bietverhalten von Anlegern - Die Chance auf einen Kursvorteil als Quelle des Marktliquidit?tsmerkmals Liquidit?t - Bedeutung der Ausgestaltung der Orderbuchtransparenz - Empirische Untersuchungen zur Bedeutung der Orderbuchtransparenz in IBISDr. Andr? K?ster Simic promovierlž