Das Buch dokumentiert Einsichten in Organisieren, die aus der empirischen Analyse einer Fallstudie zum Hybrid-Event Weltjugendtag gewonnen werden konnten. Es ist um eine Kl?rung folgender Fragen bem?ht: Was geht dem Organisieren voraus und pr?judiziert f?r die Organisatoren erfahrbar das weitere Procedere? In welche Strukturen werden die am Organisieren beteiligten Akteuren eingebunden und wie transformieren sie diese mikropolitisch? Welche Ziele und Zwecke sind f?r sie handlungsleitend und wie verhalten sich diese zu von au?en und h?her gesteckten Zielen? Wie gestalten sich als Organisatoren bet?tigende Akteure das Organisieren im Vollzug, welche Formen der Zusammenarbeit pr?gen sie aus? Dieser Fall bildet die materiale Basis f?r eine handlungstheoretische Bestimmung von Organisieren, der seinerseits als eine essentielle Grundlage f?r die Bestimmung einer diesbez?glichen Kompetenz, d.h. einer Kompetenz zum Organisieren anzusehen ist.Struktur und Prozess sind zwei Dimensionen, innerhalb derer Organisieren herk?mmlicherweise aufgespannt wird. Einerseits l?sst sich die in der Regel in Organigrammen visualisierte Struktur beschreiben, die zur Herstellung eines Produkts geschaffen wird. Andererseits lassen sich etappenweise die Arbeitsv- richtungen beschreiben, die parallel oder sukzessive bis zu seiner Fertigstellung und seinem Vertrieb an diesem Produkt vorgenommen werden m?ssen. In der Organisationswissenschaft wird diesbez?glich zwischen Aufbauorganisation (Struktur) und Ablauforganisation (Prozess) unterschieden. Die dabei h?ufig als Schemata pr?sentierten Idealversionen organisationeller Aufbauten und Abl?ufe enthalten nur sehr begrenzt dienliche Anhaltspunkte f?r die Beschr- bung des hier interessierenden Themas: das Organisieren eines Events. Denn zum einen kann ein Event h?chstens im metaphorischen Sinne als ein Produkt bezeichnet werden. Schon eher l?sst es sich als eine Dienstleistung, im Sinne einer Leistung, die f?r andere erbracht wird, begreifels‹