Auf der Basis mikro?konomischer und verhaltenswissenschaftlicher Konzepte entwickelt Martin Wricke ein Erkl?rungsmodell, mit dessen Hilfe zentrale Determinanten der Preistoleranz von Nachfragern identifiziert und ihre Wirkungsweise analysiert werden.v Geleitwort Ohne jeden Zweifel geh?rt die Analyse der individuellen Wahrnehmung und Beurteilung von Preisen zu den am wenigsten beachteten Ph?nomenen im Marketing. Erkenntnisse ?ber die Preisbildung werden zumeist aus mikro?konomischen Studien gewonnen, denen jedoch die Schwierigkeit zu Grunde liegt, da? restriktive Annahmen ?ber individuelles Verhalten die Aussagekraft der erzielten Ergebnisse einschr?nken. Insbesondere fallt auf, da? die Spezifikation von hypothetischen Konstrukten zur Erlangung eines tieferen Verst?ndnisses ?ber interessierende Erscheinungen bislang nahezu vernachl?ssigt wurde. Diese Befunde verwundern um so mehr, als regelm??ige Preisver?nderungen in vielen Branchen ?blich sind, und bereits geringtUgige Preissenkungen bzw. --erh?hungen erhebliche Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg besitzen. Man denke etwa an Fluggesellschaften, die ihre Preise auf einigen Routen w?chentlich ?ndern. Dabei sind die Tarife oft so kalkuliert, da? bereits kleinste Preissenkungen zu einem routenspezifischen Defizit fUhren. In Anbetracht dieser Ausgangslage ist es nicht verwunderlich, da? sich Wricke in seiner Arbeit der Preistoleranz von Nachfragern zuwendet. Im Kern geht es darum festzustellen, ob und inwieweit sich Nachfrager gegen?ber Preiserh?hungen der Anbieter tolerant zeigen. L??t sich eine solche Preistoleranz feststellen, besteht ein Spielraum tUr Preissteigerungen. Erste Erfahrungen zeigen, da? dieser Spielraum mitunter beachtlich ist. So berichten Manager aus der Pkw-Branche von Preiserh?hungen tUr einzelne Modelle von bis zu 10 %, ohne da? sich negative Auswirkungen auf die Absatzmenge ergeben.Theoretische Fundierung der Preistoleranz von Nachfragern - Konzeptionalisierung eines Modells zur Erkl?rung der lS'