Wer bitte ist denn Rosa von Praunheim? Das ist eine der am h?ufigsten geh?rten Fragen, wenn man er?ffnet, dass man sich mit den Werken eines der produktivsten deutschen Filmemacher besch?ftigt. Einigen mag Rosa von Praunheim noch f?r seine fr?hen Skandalfilme Die Bettwurst und Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt (beide 1971) bekannt sein oder f?r seine provokanten Auftritte und das Promi-Outing Anfang der 1990er. Dabei hat sein umfangreiches Werk von inzwischen ?ber 80 Filmen einen bleibenden Eindruck in der deutschen Filmlandschaft weit ?ber die Schwulenszene hinaus hinterlassen - mitunter freilich subtil und unbewusst. Im Kampf gegen b?rgerliche Konventionen und Sehgewohnheiten schafft Rosa von Praunheim unbequeme, aufregende und nervenaufreibende Filme, deren Themen besonders heute, in einer scheinbaren Renaissance der Spie?igkeit, von ungeminderter Aktualit?t sind. Provokation in Rosa von Julius P?hnert - eine der wenigen Publikationen ?ber von Praunheims Ruvre - bietet im umfassenden Blick auf sein Filmschaffen eine Gesamtschau ?ber Themen, Arbeitsweisen und Vielseitigkeit einer der streitbarsten Pers?nlichkeiten der deutschen Filmszene.