Die Relevanz des Regionalisierungskonzepts wird in verschiedenen sozialwissenschaftlichen Diskursen thematisiert, so im Zusammenhang mit der Globalisierung der Wirtschaft und der Herausbildung regionaler Netzwerke oder der Internationalisierung und Europ?isierung der Politik. Die Publikation besch?ftigt sich mit Fragen, die im Zusammenhang mit dem steuerungstheoretischen Diskurs gestellt sind. Aus den Ver?nderungen der Staatst?tigkeit werden Merkmale und Funktionen regionaler Politikabgeleitet. Gefragt wird nach den Spannungsfeldern, aber auch Grenzen von Regionalisierung. Regionalisierung und Dezentralisierung gelten als Strategien staatlicher Modemisierung. Sie verweisen beide auf einen Proze? der Ver?nderung politischer Strukturen. W?hrend jedoch Dezentralisierung die Verlage? rung von Aufgaben zwischen Gebietsk?rperschaften im Zusammenhang mit der Differenzierung der territorialen Organisationsstrukturen bedeu? tet, beinhaltet Regionalisierung die Entwicklung einer neuartigen Form von Politik, f?r die der Raum als Kontext zur Erf?llung ?ffentlicher Auf? gaben relevant wird. Dieser Raum konstituiert sich in Prozessen der Ko? operation von Akteuren und Organisationen, die ihre Handlungen und Ressourcen mit dem Ziel einer gemeinsamen F?rderung und Gestaltung regionaler Entwicklungen b?ndeln. Regionalisierung f?hrt zu neuen Poli? tikinhalten, und zwar im Hinblick auf Problemdefinition und Politikziele, aber auch zu neuen Handlungsformen. Sie erzeugt neue Strukturen und Verfahrensmodi, indem die Region zu einem neuen Forum der Mobilisie? rung von Kooperation, Beteiligung und demokratischer Selbstbestimmung wird. Diese bringen neue Akteure ins Spiel und ver?ndern Akteurskonstel? lationen. Region stellt somit einen Raum dar, der im Sinne eines sozialen Kontextes zu verstehen ist und dessen Ausdehnung nur mit Bezug auf seine Funktionen und deshalb immer wieder neu zu bestimmbl ist. Mit dieser Definition von Regionalisierung gren~en wir uns von ei? nl#»