In modernen Gesellschaften ist das Nach- und Nebeneinander von Ereignissen, von Handeln und Erleben im Laufe des individuellen Lebens, durch Karrieremuster und Normalbiographien geregelt. Es scheint, da? diese die Sicherheit der Lebensf?hrung garantierenden Institutionen und sozialen Kalender f?r einen wachsenden Teil der Bev?lkerung ihren selbstverst?ndlichen Orientierungswert verlieren. Dies wird in dieser Untersuchung unter dem Stichwort der De-Institutionalisierung des Lebenslaufs diskutiert und am Beispiel einer besonderen Besch?ftigtengruppe (Zeitarbeitnehmern) exemplarisch untersucht. Die Frage lautet: Wie werden Alltagszeit und Lebenszeit wahrgenommen und gestaltet, wenn die Arbeits- und Lebensbedingungen von Diskontinuit?t gekennzeichnet sind und Flexibilit?t zur (notwendigen) Tugend wird?I. Einleitung.- ?ber die Gestaltung von Alltagszeit und Lebenszeit in Zeiten der Diskontinuit?t und Flexibilit?t.- II. Die Vermittlung von sozialer Zeit, Lebenszeit und Alltagszeit.- 1. Soziale Zeit: ein erster Ann?herungsversuch.- 2. Zeitstrukturen der Lebenswelt: zweite Ann?herung.- 3. Koordination und Synchronisation sozialer Zeiten und der Lebenszeit.- 3.1 Durchdringungs- und Aufschichtungsmodell.- 3.2 Empirische Gestalten von sozialer Zeit und Lebenszeit.- 4. Soziale Differenzierung: Spaltung der Zeiten sozialer Systeme und gesellschaftliche Zeitsemantik.- 5. Ver?nderungstendenzen im Bereich sozialer Zeit.- 5.1 Auf der Suche nach einer neuen Zeitsemantik.- 5.2 Die Erosion des Kontinuit?tsparadigmas im sozialen System Wirtschaft und in den Organisationen des Wirtschaftssystems.- 5.3 Neue Formen der Schematisierung von Zeit in Organisationen des Wirtschaftsystems.- 5.3.1 Simultaneit?t versus Sequentialit?t.- 5.3.2 Reversibilit?t versus Irreversibilit?t.- 5.3.3 Timing versus standardisierte Zeit.- 5.3.4 Ordnung durch die Zeit versus Ordnung in der Zeit.- 5.3.5 Diskontinuit?t versus Kontinuit?t.- 5.3.6 Zeitperspektive versus Zeitperiode.- 5.4 Erosionserscheinungen dl£Y