Die amtliche Statistik etablierte sich im 19. Jahrhundert als essentielle Wissenstechnik moderner Staatlichkeit: Einerseits konstitutierte sie das Regierungs-Objekt, die Bev?lkerung , ?ber die sie andererseits ein umfangreiches Regierungs-Wissen bereit stellte. Mit der statistischen Erfassung und Pr?sentation wurden die politischen Probleme der Armut, der Delinquenz und der Krankheit als Massenph?nomene erkennbar, die eine rational abgesicherte gouvernementalistische Intervention erreichten. Zugleich mussten die Statistiker aber auch die individualistischen und politischen Grenzen ihres Zugriffs auf das Leben der Menschen erkennen.1 Einleitung.- 2 Staatsmerkw?rdigkeiten.- 2.1 Arkan- und Gelehrtenwissen.- 2.2 Vaterl?ndische Staatskunde.- 3 Die Bev?lkerung.- 3.1 Geburt und Tod.- 3.2 Norm, Freiheit, Moral.- 4 Wissen und Intervention.- 4.1 Staatsbildung, Krise und Wissensl?cken.- 4.2 Statistik und Regierung.- 4.2.1 Volksz?hlungen, Produktions- und Konsumtionsstatistik.- 4.2.2 Armut und Risiko.- 4.2.3 Delinquenz.- 4.2.4 Versehrtheit.- 5 Statistische ?ffentlichkeit.- 5.1 Erziehung zur Statistik.- 5.2 Unwissenheit und Unwilligkeit.- 6 Epilog oder: Wie man Staats-Wissen schafft.- Quellen und Literatur. [Eine] historische Analyse, die sehr detailreich, analytisch scharfsinnig und unterhaltsam geschrieben ist [...]. Zudem ist hervorzuheben, dass sich Schmidt in seiner Geschichte der Statistik nicht auf die 'gro?en M?nner' wie Quetelet, Bernoulli oder Durkheim konzentriert, sondern eine der wenigen Analysen vorlegt, in denen die 'mittleren' Texte der Statistik im Mittelpunkt stehen. Dadurch gelingt es ihm, nicht Ideengeschichte zu schreiben, sondern tats?chlich ein St?ck Geschichte der Gesellschaft. www.hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen, 14.06.2006
Insgesamt gew?hrt das Buch interessante Einblicke in Zusammenh?nge und Wechselwirkungen zwischen Staat und amtlicher Statistik auf. Staat und Wirtschaft in Hessen, 03/2006M?glichkeiten und Grenzenl